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MOOC-Rezensionen: Online-Linguistikkurse (Coursera und VLC Marburg)

In diesem Beitrag werde ich einige Online-Linguistik-MOOCs (alle auf Englisch) rezensieren, den Kurs „Miracles of Human Language: An Introduction to Linguistics“ von Prof. Marc van Oostendorp von der Universität Leiden auf Coursera und die beiden Kurse „Linguistics 101: Fundamentals“ und „Linguistics 102: Speech Science“ von Prof. Jürgen Handke auf der Plattform Virtual Linguistics Campus der Universität Marburg.

Miracles of Human Language: An Introduction to Linguistics – Coursera

Zusammenfassung

Der Kurs bat genau das, was der Titel versprach, nämlich eine Einführung in die Linguistik. Das Niveau war etwas elementar, auf Gymnasialniveau oder dem ersten Universitätsstudienjahr entsprechend, und keines der Themen wurde tiefgehender behandelt. Die zwei im Rahmen der Übungen zu erstellenden Videoprojekte machten jedoch Spaß, und Prof. van Oostendorps Enthusiasmus war so ansteckend, dass ich mich gleich danach für etwas tiefgehendere Linguistikkurse angemeldet habe (siehe unten).

Kursformat

Der Kurs wird in Form einer Mischung aus Vorlesungsvideos von Prof. van Oostendorp, Videos mit Dialogen mit seinen Assistentinnen und Assistenten und Interviews mit verschiedenen Linguistikexpertinnen und -experten präsentiert. Die Prüfung erfolgt in Form von Tests mit Mehrfachauswahl. Außerdem sind zwei Videoprojekte zu filmen, die richtig Spaß gemacht haben. Es gab auch aktive Diskussionen in den Foren auf der Coursera-Plattform. Insgesamt dauert der Kurs 6 Wochen mit einem von Coursera geschätzten Aufwand von 4 bis 6 Stunden pro Woche, was auch ungefähr den Tatsachen entspricht, wenn man die beiden Videoprojekte mitrechnet.

Bewertung          ✍ ✍ ✍ ✍ ✍ 

Insgesamt war der Kursinhalt etwas zu elementar für professionelle Sprachmittler ohne formale Linguistikausbildung. Mir persönlich haben die Videoprojekte gut gefallen, und wie schon oben erwähnt, wirkte der Enthusiasmus des Vortragenden ansteckend. Deshalb würde ich diesen Kurs Einsteigern in die Sprachenbranche empfehlen, für fortgeschrittenere Sprachmittler, auch ohne formale Linguistikausbildung, ist der Inhalt wohl etwas zu einfach.

Linguistics 101: Fundamentals, Linguistics 102: Speech Science – VLC

Zusammenfassung

Die zwei Kurse wurden gleichzeitig abgehalten, deshalb habe ich mich für beide angemeldet. Der Inhalt der beiden Kurse überschneidet sich notgedrungen, da die „Fundamentals“ natürlich auch die Sprachwissenschaft umfasst. Der Inhalt der Kurse ist so fortgeschritten, wie man es auf (beginnendem) Universitätsniveau erwarten würde. Die Videos sind ausgezeichnet und die Tests, die nicht immer Mehrfachauswahl-Tests sind, sind nicht so einfach wie die meisten MOOC-Tests, die ich absolviert habe. Insgesamt habe ich viel gelernt und kann die Kurse auf dem VLC sehr empfehlen, insbesondere Sprachmittlern, die wie ich schon einige Jahre im Geschäft sind, jedoch keine formale Linguistikausbildung genossen haben.

Kursformat

Die Kurse werden auf der VLC-Plattform (Virtual Linguistics Campus) der Universität Marburg gehostet. Beide Kurse sind für 2 Monate anberaumt, mit ca. 2 Modulen pro Woche, obwohl die Geschwindigkeit von den Studenten individuell gewählt werden kann. Insgesamt enthalten die Kurse jeweils um die 15 Module. Zu jedem Modul gibt es ein „Arbeitsblatt“ (Worksheet) mit einem Test, das vor Kursende auszuarbeiten ist. Der Inhalt wird über Videovorlesungen, die auf YouTube gehostet werden, und PDF-Folien bereitgestellt. Insgesamt beträgt der Arbeitsaufwand ca. 10 Stunden pro Woche für einen Kurs, um den Inhalt richtig auszuarbeiten.

Mein Hauptkritikpunkt ist das Front-End des Kurses, da man immer durch mindestens drei Pop-up-Fenster navigieren muss, bis man zum Kursinhalt gelangt. Dies ist im Vergleich zu den Front-Ends von Coursera und edX sehr mühsam. Viele Studenten hatten technische Schwierigkeiten, und ich selbst musste mehrere Browser und Einstellungen ausprobieren, um die Vorlesungen ohne Abstürzen des Browsers ansehen zu können. Ein weiterer Kritikpunkt am Rande ist das Diskussionsforum auf Facebook. Facebook ist meiner Ansicht nach nicht die geeignete Plattform für ein solches akademisches Diskussionsforum, schon aufgrund der Längen- und Linkeinschränkungen.

Bewertung          ✍ ✍ ✍ ✍ ✍ 

Insgesamt würde ich diese vom Inhalt und Schwierigkeitsgrad her ausgezeichneten Kurse stark empfehlen, auch die etwas fortgeschritteneren. Der Inhalt ist ausgezeichnet aufbereitet, Prof. Handkes Vorlesungsstil ist ebenfalls ausgezeichnet und die Arbeitsblätter sind anders als die meisten MOOC-Tests angemessen schwierig. Der einzige Grund, warum ich die Kurse nur mit 4 von 5 Punkten bewerte, ist die unnötig komplizierte Navigation durch die Schnittstelle mit zu vielen Pop-up-Fenstern.

Die beiden obengenannten Linguistikkurse und ein paar fortgeschrittenere Kurse sind nun auf der VLC-Plattform zum Selbststudium in individuellem Tempo frei zugänglich.

Neuigkeiten von ATAs Science and Technology Division

Ab November wird Lebzy Gonzalez die Rolle der Administratorin von ATAs Science and Technology Division übernehmen, und ich werde ihr als Assistant Administrator zur Seite stehen. Wir werden das ausgezeichnete Administratorinnen-Paar Karen Tkaczyk und Alicja Yarborough ablösen. Um mich den SciTech-Mitgliedern vorzustellen, die mich noch nicht auf einer der ATA-Konferenzen kennengelernt haben, hat nun Blog-Editorin Amy Lesiewicz hier ein kurzes Interview mit mir veröffentlicht.

Bitcoin Teil 4 – Wallets, Senden und Empfangen von Bitcoins, Faucets, Börsen

Dies ist Teil 4 meiner Blog-Reihe über Bitcoin. Teil 1 enthielt eine Einführung in die Bitcoin-Materie, in Teil 2 wurde die mysteriöse Bitcoin-Schürf-Operation erläutert und Teil 3 befasste sich mit dem öffentlichen Kassenbuch, der Blockchain (früher auch Blockkette). Für diejenigen, für die das Ganze etwas zu theoretisch bzw. technisch war: In diesem Beitrag geht’s an die Praxis.

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Bitcoin- und Altcoin-Faucets

Faucets sind Websites, auf denen großzügige (oder auch nicht so großzügige) Personen BTC weitergeben, wobei Sie meist als Gegenleistung einige Werbeeinschaltungen ansehen müssen. Meist müssen Sie auch Captchas lösen, um zu beweisen, dass Sie kein automatischer Bot sind. Außerdem laden diese Sites häufig Pop-up-Fenster mit manchmal fragwürdigen Inhalten, aber so rentieren sich diese Sites. (Ich empfehle eine gute Virenschutzsoftware!) Üblicherweise erhalten Sie auf diesen Faucet-Seiten nie mehr als ein paar Satoshis. Ein Satoshi ist 0,00000001 BTC, oder ein hundert Millionstel BTC, die kleinste Einheit, die der Algorithmus derzeit verarbeiten kann. Da die Mindestmenge einer BTC-Transaktion derzeit 5430 Satoshis beträgt (0,00005430 BTC), zahlen Faucets normalerweise an eine dritte Site aus, wo sich die Mikrozahlungen dann ansammeln, bis Ihre Faucet-Einzahlungen über der Mindesttransaktionsgrenze liegen. Wenn Sie diese Grenze erreicht haben, zahlen diese Mikrozahlungssites dann an Ihre Bitcoin-Adresse aus.

Bitcoin-Faucets

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