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Terminologierecherche mit Google Patents

In diesem Beitrag werde ich anhand von Beispielen erklären, wie Google Patents zur Suche von Patenten und zur Terminologierecherche verwendet werden kann, die in zwei (oder mehr) Sprachen angemeldet wurden. Bis zu einem gewissen Grad kann das gleiche Ziel natürlich auf mit einer Suche auf Espacenet (Espacenet ist die Datenbank des Europäischen Patentamts, EPO) oder eine Suche in den Datenbanken anderer Patentämter (DMPA, USPTO usw.) erzielt werden. Ich finde jedoch, dass Google Patents die besten Suchergebnisse bei einer Volltextsuche erreicht. Außerdem ist Google Patents auch die einzige Suchmaschine, die Paragrafen gleichzeitig in zwei Sprachen anzeigen kann. Näheres dazu weiter unten.

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Einrichtung von Google Alerts

Google ist eine der am meisten genutzten Suchmaschinen der Welt. Abgesehen von den Suchfunktionen bietet Google auch noch eine Vielzahl anderer Dienste an. Einer dieser Dienste ist jedoch relativ unbekannt, obwohl er sehr nützlich ist: Google Alerts.

Was sind Google Alerts?

Google Alerts ermöglichen Ihnen, automatische E-Mail-Benachrichigungen einzurichten, die Sie immer dann erhalten, wenn ein neuer Eintrag zur Liste der Suchergebnisse eines bestimmten Begriffs oder Keywords hinzugefügt wird.

Warum sollte ich Google Alerts verwenden?

  • Um Ihre Online-Präsenz und Ihren Ruf zu überwachen: Wer sorgt sich nicht um den guten Ruf? Wenn Sie selbstständig sind oder ein Kleinunternehmen betreiben, sollten Sie sich auf jeden Fall um Ihren Ruf im WWW sorgen, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass Ihre Kunden Sie irgendwann einmal googeln. Heutzutage, da immer mehr Betrüger Identitäten stehlen, ist es sehr wichtig, Ihre Online-Präsenz regelmäßig zu überprüfen. Google Alerts kann Ihnen hierbei die Arbeit abnehmen, wenn Sie Alerts mit Ihrem Namen und Variationen davon einrichten.
  • Um interessanten Themen zu folgen: Die meisten von uns haben Blogs, E-Mail-Listen usw. abonniert, um über für uns interessante Themen auf dem Laufenden zu bleiben. Wenn aber eine neue Informationsquelle auf dem Web auftaucht, dauert es eine Weile, bis man davon erfährt. Google Alerts informiert Sie über die neue Quelle jedoch sofort.
  • Um über Entwicklungen in bestimmten Industriebranchen auf dem Laufenden zu bleiben: Egal, ob Sie an einem Sektor aus Investitionsgründen interessiert sind, oder um neue Kunden zu finden, die Konkurrenz zu überwachen usw., Google Alerts kann hier helfen, wenn Sie die richtigen Suchbegriffe in den Alert eingeben.
  • Um wichtigen Personen zu folgen: Hierfür richten Sie einfach einen Alert mit dem Namen der gewünschten Person ein.

Wie richte ich einen Google Alert ein?

Einrichtung von Google Alerts.

Einrichtung von Google Alerts.

  1. Gehen Sie zu http://www.google.de/alerts/. Sie benötigen hierzu kein Google-Konto.
  2. Melden Sie sich an, wenn Sie ein Google-Konto haben. Wenn nicht, gehen Sie zum nächsten Schritt.
  3. Geben Sie den Suchbegriff ein, über den Sie informiert bleiben wollen.
  4. Wählen Sie die gewünschten Optionen zur Sprache, Häufigkeit, Region usw. aus.
  5. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, wenn Sie kein Google-Konto haben.
  6. Klicken Sie auf „Alert erstellen”.

Fertig!

Warnung, Scam!!!!

Eine Organisation, die sich „Alliance of Applied Translators and Interpreters International“ oder AATII nennt, hat anscheinend die Informationen und Namen von Tausenden von Sprachmittlern illegal von diversen, öffentlich zugänglichen Verzeichnissen wie die der ATA heruntergeladen und verwendet nun diese Informationen ohne Wissen oder Zustimmung der Betroffenen auf ihrer Website. Mein Name und meine Informationen wurden ebenfalls ohne mein Wissen (bis heute morgen) oder meine Zustimmung verwendet. Die mit den Verzeichnissen verbundenen Datenbanken wurden jedoch in diesem Fall nicht gehackt, private, nicht öffentliche Informationen scheinen also hier sicher zu sein.

Laut Whois ist der Eigentümer der fraglichen Website (die ich hier nicht verlinken werde) folgende Person:

Registrant Name: LIXIN CHENG
Registrant Organization: Princemountain Transnational Services Inc.
Registrant Street: #300-5900 No. 3 Road
Registrant City: RICHMOND
Registrant State/Province: British Columbia
Registrant Postal Code: V6X 3P7
Registrant Country: CA
Registrant Phone: +1.6043702171

Warnung: Machen Sie mit dieser Organisation keine Geschäfte, bis diese Sache geklärt ist!

Update: Es scheint, dass gestern nachmittag (15. April 2016, US Pacific Zeitzone) die missbräuchlich veröffentlichten Informationen von der Site entfernt wurden.

August 2020: Laut der Law Society of British Columbia erwirkte der oberste Gerichtshof von British Columbia einen Erlass, der Herrn Li Xin Cheng und Princemountain Translational Services Inc. verbietet, als Anwalt tätig zu sein. Weitere Informationen finden Sie hier (auf Englisch).

Global Voices: Künstler rufen im Jahr 2015 weltweit zu Veränderungen auf

Kunst ist eine ausdrucksstarke Sprache, die Länder und Kulturen überbrücken kann. Im Jahr 2015 erhoben viele Künstler ihre Pinsel und Kameras aus Solidarität, aus Protest und als Zeichen der Besinnung. Die Autoren von Global Voices haben die Leser auf eine inspirierende Kunstreise um die Welt mitgenommen. Hier folgt nun ein Rückblick auf 16 Stationen dieser Reise.
Auf Global Voices weiterlesen …

Soeben ist dieser von mir übersetzte Beitrag, „Künstler rufen im Jahr 2015 weltweit zu Veränderungen auf“, auf Global Voices erschienen. Der Originalartikel ist hier zu finden.

CAT-Tools „für Dummies“

Cat and toy

Ich will die Tierfreunde unter den Leserinnen und Lesern nicht enttäuschen, aber der Begriff CAT-Tool hat leider nichts mit unseren flauschigen Freunden zu tun. CAT ist die Abkürzung für „Computer-assisted Translation“, also computerunterstützte Übersetzung, was wiederum nur wenig, bis gar nichts mit automatischer maschineller Übersetzung zu tun hat. Computerunterstützte Übersetzung bezieht sich auf Software oder Apps, die Übersetzern die technischen Aspekte einer Übersetzung erleichtern, damit sich die Übersetzerin bzw. der Übersetzer aufs Wesentliche, nämlich die Übersetzung, konzentrieren kann. Mit technischen Aspekten bezeichne ich hier Aufgaben wie die folgenden:

  • Suche nach Begriffen in Wörterbüchern oder in einer Bibliothek mit schon übersetzten Texten, einem sogenannten „Translation Memory“
  • Sicherstellung einer einheitlichen Terminologie
  • Kopieren von Zahlen im richtigen Format vom Quelltext in den Zieltext
  • Verschiedene QS-Prüfungen in Bezug auf Zahlen, Formate, Interpunktion usw.
  • Anwendung der Formatierung des Quelltexts auf den Zieltext
  • Und viele weitere Funktionen, die einfach automatisiert werden können

Alle CAT-Tools, die ich kenne, erreichen die Automatisierung der obengenannten Funktionen durch Aufteilung des Quelltexts in kleinere Stücke, sogenannte Segmente. Ein Segment kann aus einem ganzen Satz bestehen, oder abhängig von verschiedenen Faktoren wie Sprachkombination, Art des Texts usw. auch aus einer kleineren oder größeren Einheit als einem Satz. Diese Segmentierung ist sowohl ein Segen als auch ein Fluch. Ein Segen, weil die Segmentierung ermöglicht, dass die Software die obengenannten Aufgaben effizient durchführen kann. Ein Fluch, weil die Segmentierung manchmal zur Folge haben kann, dass sich dann der Text in der Zielsprache liest wie eine endlose stichpunktartige Aufzählung aus Wörterbucheinträgen und nicht wie ein gut fließender Text, den man auch gerne liest. Deshalb sind CAT-Tools je nach Art des Quelltexts mehr oder weniger nützlich. Bei Texten wie Patenten, Handbüchern, Lehrbüchern bzw. Texten mit sich wiederholendem Inhalt wie Jahresberichten, bei denen eine einheitliche Terminologie ein absolutes Muss ist, sind CAT-Tools unentbehrlich. Für die Übersetzung von literarischen Werken ist ihr Nutzen jedoch eher fragwürdig.

Welches CAT-Tool würden Sie empfehlen?

Obwohl ich keine CAT-Tool-Expertin bin, haben mir Kollegen diese Frage in letzter Zeit relativ oft gestellt. Ich würde mich als fortgeschrittene Benutzerin einiger Tools bezeichnen, wobei ich mir die Kenntnisse bei der Arbeit angeeignet habe. Außerdem gibt es so viele Tools auf dem Markt, in den verschiedensten Preisklassen mit den verschiedensten Funktionalitäten, für so ziemlich alle Betriebssysteme. Deshalb kann ich diese Frage wirklich nicht klar beantworten. Die Antwort ist sehr individuell und hängt stark vom eigenen Arbeitsablauf, der Sprachkombination und der Art des zu übersetzenden Texts ab.

Ein gutes Tool sollte jedoch zumindest über die folgenden Funktionen verfügen:

  • Einen Workflow, der Ihrem individuellen Arbeitsablauf angepasst werden kann
  • Alle erforderlichen Funktionen für Quell- und Zielsprache
  • Die Fähigkeit, das Format des Quelltexts zu verarbeiten
  • Terminologiemanagementfunktionen
  • Export- und Importfunktionen für Translation Memories
  • Die Fähigkeit, eine Rechtschreibprüfung entweder toolintern oder extern durchzuführen (Ich bevorzuge Letzteres, da ich die Duden-Rechtschreibprüfung verwende, die alle mir bekannten toolinternen Prüfungen bei Weitem übertrifft.)
  • Die Fähigkeit, eine QS-Prüfung durchzuführen, ebenfalls entweder toolintern oder extern

Natürlich können die individuellen Anforderungen darüber hinaus gehen, wie zum Beispiel die Kompatibilität mit Spracherkennungssoftware usw. Die oben angeführte Liste enthält einfach die Mindestfunktionen, die ich von einem CAT-Tool erwarte. Natürlich spielt auch der Preis sowie die Häufigkeit neuer Programmversionen und die Verfügbarkeit eines technischen Kundendiensts eine Rolle.

Die meisten CAT-Tool-Anbieter bieten voll funktionstüchtige Probeversionen an. Deshalb würde ich empfehlen, einige diese Probeversionen herunterzuladen und einen halben Tag oder so damit zu verbringen, die verschiedenen Tools anhand eines tatsächlichen Texts zu testen, um zu sehen, welches Tool Ihnen am besten zusagt.

Hierbei möchte ich nochmals auf die Segmentierung hinweisen. Manche Tools segmentieren besser als andere, und manche Tools haben ein besseres Layout als andere, was dabei helfen kann, übermäßig abgehackte Übersetzungen zu vermeiden. Ich persönlich habe aufgrund der unterschiedlichen Layouts einen wesentlichen Unterschied in meinem Schreibstil zwischen den Tools bemerkt. Bei manchen Tools benötige ich einen zusätzlichen Schritt, um den Text nach der Übersetzung so zu lektorieren, dass er natürlicher fließt.

Dieser Punkt sollte auf jeden Fall bei der Auswahl des Tools berücksichtigt werden, da Sie nach einer Weile bei diesem Tool hängen bleiben. Seit Beginn meiner Übersetzertätigkeit habe ich einige Glossare und Terminologiedatenbanken mit Begriffen erstellt, die ich mühsam recherchiert habe. Diese Glossare und Datenbanken sind im Format eines bestimmten Tools und ein Export und Import in ein anderes Tool wäre einigermaßen aufwendig. Für Translation Memories gibt es ein allgemein lesbares Format (TMX), in dem diese von einem Tool in ein anderes übertragen werden können. Leider ist dies für Projektdateien, Glossare und Terminologiedatenbanken (noch?) nicht der Fall. Jedes Tool speichert diese Dateien in einem eigenen proprietären Format. Manchmal können Terminologiedatenbanken exportiert werden — jedoch werden dabei in den meisten Fällen nur die Quell- und Ziel-Begriffspaare exportiert, nicht jedoch die Annotationen und Klassifizierung dieser Begriffe. D. h., die Expertise, die in die Erstellung einer solchen Datenbank eingeflossen ist, kann nicht übertragen werden, obwohl es gerade diese Expertise ist, die die Datenbanken so wertvoll macht.

Deshalb: Wählen Sie weise!

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